Sonntag, 5. Juni 2011

Knuspermüsli

Ich bin kein Kaffee- oder Teetrinker. Ich bin beides, aber nicht gleichzeitig. Seit Januar befinde ich mich wieder in einer Kaffeephase, in der ich täglich mindestens 3 Riesenbecher Kaffee trinke und Tee höchstens mal eine Tasse zwischendurch. Vorher war es mit Tee genauso, da gab es halt ständig Tee.
Bei meinen Frühstücksvorlieben ist es dasselbe. Mal esse ich morgens nur Marmeladenbrote, zu anderen Zeiten muss es Müsli sein. Im Moment ist also gerade Müsliphase, da war es eine willkommene Idee, in Frau Liebes Blog eine Anleitung für selbstgemachtes Knuspermüsli zu finden. Bei ihr gibt es Bananenchips und Kokosflocken, ich habe statt dessen getrocknete Beeren und etwas feingeraspelte weiße Schokolade genommen.

Holunderblütensirup

Ein Vorteil an meiner neuen Schule ist, dass direkt hinter dem Lehrerparkplatz der Wald anfängt. Diesen Umstand habe ich letzte Woche genutzt, um nach dem Unterricht Holunderblüten zu sammeln und zuhause zu Holunderblütensirup zu verarbeiten.
Es ist etwas mehr geworden als geplant, schmeckt aber sehr lecker. Ich habe ca. 2,4 kg Zucker, 1,8 l Wasser, 3 TL Zitronensäure, 1 Zitrone und etwa 40-50 Holunderdolden verbraucht.

Der Sirup ist ziemlich süß, aber er wird sowieso mindestens 1:7 verdünnt und der viele Zucker soll die Haltbarkeit erhöhen.

Libellophobia

Eigentlich mag ich keine Libellen, ich habe regelrecht Angst vor den Viechern, sie sehen aus, als würden sie Menschen die Augen ausstechen.
Trotzdem sind sie unglaublich dekorativ. Ich bin im Moment dabei, meine Stoffberge nach und nach in Sommerröcke zu verwandeln und da musste unbedingt ein Libellenrock dabei sein, nachdem ich bei Natron und Soda einen Rock gesehen hatte, der für einen Rock-Swap gemacht worden war. Mein Rock ist etwas schlichter und handwerklich längst nicht so perfekt, aber ich mag ihn trotzdem...
Er ist aus braunem Leinen mit einer weißen Häkelborte am unteren Saum. Die beiden Libellen sind von Hand aus Patchworkstoff appliziert bzw. gestickt.

Freitag, 3. Juni 2011

7 Hobbys und ein guter Vorsatz

Also, ich habe hier sehr lange nichts geschrieben und dass hat weniger damit zu tun, dass ich so wenig Zeit habe, sondern eher damit, dass ich momentan meine Hobbys und Aktivitäten neu sortieren und irgendwie mit meiner Arbeit unter einen Hut bringen muss. Und mein Blog ist dabei leider hinten runtergefallen.
Ich habe seit Februar eine feste Stelle an einer neuen Schule und habe mich schon sehr gut eingewöhnt und es macht wirklich Spaß, an einer "Landschule" zu arbeiten. Ich hätte es selbst nie gedacht, aber die SchülerInnen sind wirklich anders als in der Stadt. Weniger zynisch, freundlicher und höflicher und insgesamt pflegeleichter.
Nach und nach möchte ich jetzt anfangen, endlich wieder eine Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu entwickeln und mein Blog regelmäßig zu aktualisieren gehört auf alle Fälle dazu.
Um mir selbst mal einen Überblick zu verschaffen, was in meiner Freizeit eine Rolle spielt, hier mal eine Liste meiner Hobbys:

  1. Lesen: Nicht so viel wie früher und teilweise mit Überschneidungen zur Arbeit, aber immer noch mein "Zentralhobby". Wobei ich mitlerweile wieder mehr Wert auf "gute" Bücher lege als früher. Fantasy lese ich fast gar nicht, da bin ich ein Snob. Letzte Woche habe ich mal versucht "Die Zwerge" als Hörbuch zu hören, aber diese Landserheftchen-Sprache finde ich einfach unerträglich. Einzige Ausnahme ist George R. R. Martins "Song of Ice and Fire", da warte ich schon sehnsüchtig auf den 5. Band.
  2. Rollenspiele: Fast nur P&P, aber ich hoffe, dass ich ab nächsten Jahr auch wieder LARPs organisieren werde. Momentan klappt es zumindest, wieder regelmäßig DSA zu spielen und ich leite endlich mal eine richtig komplexe Kampagne ("Königsmacher").
  3. Stricken: Nicht sehr gut und ziemlich langsam, aber mit guten Vorsätzen und einem ausufernden Wollvorrat. Stricken ist momentan vor allem meine Alibitätigkeit beim Fernsehen.
  4. Nähen: Ähnlich wie Stricken, aber ich nähe ziemlich selten und eher in Schüben.
  5. Computerspielen: Ist ein schlimmer Zeitfresser und findet darum vor allem in den Ferien statt...
  6. Kochen und Backen: Backen ist in den letzten Jahren etwas frustrierender geworden, weil unser Backofen spinnt und gerne mal Sachen von außen verbrennt und von innen matschig läßt. Wenn ich irgendwann mal einen neuen Herd habe wird alles anders...
  7. Freunde treffen: Am liebsten in Kneipen oder Biergärten...

Was in absehbarer Zukunft auf alle Fälle noch dazu muss, ist der Punkt Sport. Ich war zwar schon in einem VHS-Sportkurs, aber durch verschiedene unvorhergesehen Ereignisse war ich in den letzten Wochen kaum da und kann das darum nicht als richtiges Hobby gelten lassen...
Das muss sich also ändern.
Außerdem sollte Bloggen noch als Hobby etabliert werden.

Mein guter Vorsatz also für die nächsten 3 Monate: Ich werde jede Woche mindestens einen neuen Blogpost schreiben, der in Zusammenhang mit meinen oben genannten Hobbys steht.

Sonntag, 16. Januar 2011

Lecker Chutney!

So, heute gibt es ein Rezept für ein leckeres Chutney, das ich in Schottland kennen gelernt habe. Ich habe das Rezept etwas verändert und die Sachen, die ich nicht so mag, weggelassen und den Anteil an Sachen, die ich mag, vergrößert. Das Rezept reicht für 4-5 große Gläser (a ca. 400 ml.).
Und weil die Kamera sowieso in der Küche lag, habe ich noch ein paar hilfreiche Fotos gemacht.
Los geht's!

Cranberry Chutney

"Frische" Zutaten:
  • 300 gr. Zwiebel, gewürfelt
  • 300 gr. Äpfel, geschält und gewürfelt
  • 180 gr. frische Cranberries, halbiert
  • 150 ml. Apfelessig
  • Schale von einer Orange
  • ca. 10 gr. frischer Ingwer, fein gewürfelt
  • 1 TL Salz
"Trockene" Zutaten:
  • 200 gr. getrocknete Aprikosen, fein gewürfelt
  • 100 gr. Rosinen
  • 150 ml. Orangensaft
und 300 gr. Zucker

Zuerst werden die trockenen Zutaten mit dem Orangensaft eingeweicht. Die frischen Zutaten kommen in einen großen Topf. Hier mal ein Bild: (Ich habe übrigens ausnahmsweise die bösen geschwefelten Aprikosen genommen, damit das Chutney seine tolle rote Farbe behält.)

Die frischen Zutaten werden gekocht, bis die Zwiebeln durchsichtig geworden sind und das Ganze eine dunkelrosane Farbe bekommen hat.
Dann kommen die trockenen Zutaten (die mittlerweile nicht mehr trocken sondern orangensaftmatschig sind) und der Zucker dazu. Jetzt muss alles kochen, bis es dickflssig geworden ist. (Also im Prinzip wie Marmelade).

Jetzt schnell alles in Schraubgläser füllen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann noch so Einmachfolie zwischen Inhalt und Deckel machen, damit der Essig nicht den Deckel angreift, ich habe das diesmal aber nicht gemacht.
Fertig!

Nach den Strapazen ist es dann Zeit für ein Brötchen und einen Kaffee...

... und außerdem für große Pläne, da ich demnächst anfangen möchte, meinen ersten Pullover zu stricken. Die Wolle habe ich schon!

Montag, 10. Januar 2011

Gute Vorsätze

Leider habe ich mein armes Blog ziemlich vernachlässigt. Ich bin jetzt schon seit mitte Dezember wieder in Deutschland und habe die ganze Zeit ignoriert, dass ich vielleicht mal wieder was schreiben sollte.
Da ich allen Leuten, die ich regelmäßig persönlich treffe, schon genug von meiner großen Reise erzählt habe, werde ich hier nicht mehr alles aufbereiten, sondern statt dessen einfach nur ein paar Fotos reinstellen.






Zu meinen guten Vorsätzen im neuen Jahr gehört natürlich, mich wieder mehr um mein Blog zu kümmern. Außerdem möchte ich mal wieder ein paar richtig "gute" Bücher lesen, d.h. wieder mehr mit Anspruch. Momentan bin ich gerade bei Bölls "Gruppenbild mit Dame". In den nächsten Tagen werde ich mir mal genau überlegen, welche Bücher auf meiner Leseliste sein sollen. Diese Liste will ich dann in diesem Jahr abarbeiten. (Allzu lang soll sie aber nicht werden, ich denke 5-6 Romane sind realistisch).
Ansonsten werde ich dieses Jahr einen neuen Job beginnen und wahrscheinlich umziehen. Es wird also viele Veränderungen geben, aber ich hoffe nur zum Guten!

Mittwoch, 24. November 2010

Mir geht's gut!

Nur zur Beruhigung, mir geht es momentan sehr gut!
Nach drei eher unerfreulichen Wochen habe ich die Farm in Devon Ende Oktober verlassen und bin erstmal ein paar Tage herumgereist. Dabei habe ich Cardiff besichtigt und bin dann 5 statt wie geplant 2 Tage im Lake District geblieben, weil es dort so unglaublich schoen war und das Bed&Breakfast so superguenstig und nett war (120 Pfund fuer 5 Naechte im Einzelzimmer mit Bad und englischem Fruehstueck und Lounge mit Kaminfeuer, da kann man echt nicht meckern...).

Jetzt bin ich seit drei Wochen in einem Landhaus in Schottland und es gefaellt mir sehr gut. Das Haus ist sehr alt und hat beinahe schlossaehnliche Proportionen, drumherum ist eine Art Park, in dem Fasane gehalten werden. Die werden demnaechst allerdings geschossen, da meine Gastgeber begeisterte Jaeger sind. Ich stehe der Idee, Tiere zum Spass zu schiessen zwar ambivalent gegenueber, andererseits werden alle Fasane hinterher gegessen und sie hatten ein schoeneres Leben als manches Mastschwein...

Die Arbeit hier macht Spass und ist sehr vielfaeltig, ich habe z.B. Holz gespalten, Pflanzen umgetopft, Schafe von einer Weide auf die andere getrieben, Stuehle entpolstert, eine Sitzflaeche fuer einen Stuhl geflochten, Vorhaenge genaeht, einen Fasan gerupft, Kompost umgeschichtet, Chutney gekocht usw.

Meine Gastgeber sind sehr sehr nett, das Essen ist super und meistens sind auch noch andere Wwoofer hier, sodass ich nicht voellig allein bin.

Alles in allem geht es mir also sehr gut!