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Mittwoch, 21. Juli 2010

Mein neuer Kalender

Ich habe ewig gesucht bis ich letzte Woche endlich Glück hatte: Alles, was ich wollte, war ein schönes Notizbuch ohne Linien, um daraus meinen neuen Kalender zu machen.
Die einzigen, die ich hier in der Gegend gefunden habe, waren entweder diese Paperblank-Dinger, die zwar schön aussehen, die aber jeder hat, die Moleskine-Notizbücher, die - wie ich finde - viel zu dünnes Papier haben, oder so Zeugs in Rosa oder schrecklichen Blumenmustern.
Ich musste also bis nach Dresden fahren, wo ich im Übrigen einen tollen Urlaub voll mit Kultur, Geschichte, Essen und anderen guten Sachen verbracht habe, um in den wunderschönen Kunsthöfen dort ein passendes Buch zu finden. Es passt insofern besonders gut, da ich mir letzten Monat schon eine Postkarte mit diesem Motiv gekauft und mich noch geärgert hatte, dass es sowas anscheinend nicht als Notizbuch gab. Anscheinend wurde ich erhört:

Die Seiten sind wie gesagt weiß. Ich habe mein Kalenderraster selbst erstellt, da es nur von Anfang Juli bis Ende Januar gehen muss, danach werde ich wieder auf berufsbezogene Spezialkalender zurückgreifen müssen.
Die linke Seite habe ich jeweils freigelassen, um dort Postkarten, Eintrittskarten oder sowas einzukleben oder Platz zum Kritzeln zu haben...

Und weil ich mein Blog sonst so vernachlässige, geht es gleich morgen weiter mit Bildern von Marmelade und einem neuen T-Shirt!

Donnerstag, 1. April 2010

Ungelogen

Obwohl der erste April ist, werde ich wahrheitsgemäß von meinem Urlaub berichten. (Zum Glück heißt der Blog ja "Floralora macht Zeugs", insofern fällt auch "Urlaub machen" unter "Zeugs".)

Wir haben vier schöne Tage in Friedrichshafen am Bodensee verbracht* und in der Jugendherberge gewohnt.

Zimmer und Essen waren gut und es hat viel Spaß gemacht, zum ersten Mal seit meiner Schulzeit wieder in einer JH zu wohnen. Mittlerweile gibt es auch Doppelzimmer mit Bad, also nix mit 6-Bettzimmer und Gemeinschaftsdusche. Ich freue mich schon drauf, demnächst als stolzes Mitglied des Jugendherbergswerkes in Deutschland rumzureisen.

*Also eigentlich waren wir nicht viel in Friedrichshafen, außer im Zeppelin- und im Schulmuseum, weil der Ort wirklich ziemlich öde ist. Die Stadt kann ja im Grunde nix dafür, weil sie halt im Krieg zerbombt und scheußlich wieder aufgebaut wurde, aber es gibt dort auch nichts, was interessant wäre. Wir haben z.B. ewig gebraucht, um ein Restaurant zu finden (Eisdielen gibt es aber wie Sand am Bodensee...), was in so einer touristischen Stadt schon überrascht.

Ich habe leider kaum Fotos gemacht, da ich im Urlaub lieber schaue als fotographiere und die vielen Fotos dann doch nur irgendwo verstauben, während die Erinnerung im Nachhinein nur immer schöner wird. Hier ist aber eins von der Meersburg, die wirklich riesig und beeindruckend ist. (Der Lastwagen ist natürlich drauf, damit es nicht zu idyllisch wirkt...)

Gekauft habe ich wenig, nur ein bischen Tee und zwei Knäuele Wolle, und diese tollen Pralinen (man gönnt sich ja sonst nichts):

Darauf zu sehen sind links Earl Grey-Pralinen, oben Hopfentrüffel, in der Mitte zwei Schokotrüffel und die beiden weißen Fische sind "Bodenseefellchen" (so heißt die Fischart) mit Kirschwasser-Trüffelfüllung. Lecker!

Sonntag, 14. März 2010

Kulturtipps mit Floralora

Heute gibt es mal keine Fotos, stattdessen einen kurzen Bericht über denFilm, den ich mir gestern angesehen habe.

Ich habe mich ja wirklich gefreut, als ich den Trailer für Wolfman gesehen habe. Ich finde es doof, dass Werwölfe immer im Schatten der Vampire stehen. Meine Sympathien sind halt eher auf der Seite der haarigen, unglamourösen Viecher als bei den etepetete-Abendgarderobe-Vampiren, und es gibt einfach viel zu wenige gute Werwolf-Filme. Und darum habe ich es sozusagen für meine moralische Pflicht gehalten, mir diesen Film anzuschauen. Man kann nicht immer nur Jammern, wenn dann ein Werwolf-Film da ist muss man ihn auch anschauen. Nicht dass der Flim floppt und die Produzenten denken es läge daran, dass niemand Werwölfe sehen will und drehen deswegen keine Werwolf-Filme mehr....- Undenkbar!

Also, deswegen haben wir uns dann gestern in die Spätvorstellung geschleppt. Und, was soll ich sagen?

Also Ausstattung und Musik sind toll. Die Kulissen, die Kostüme, alles sehr schön. Aber:
Man muss wirklich nicht Sherlock heißen um bereits nach zwei Minuten zu wissen, wer der Oberwerwolf ist. Und wenn das so klar ist, muss der Film nicht so tun, als wäre das ein großes Rätsel. Da merkte man wirklich, dass der Film nicht wusste was er jetzt sein möchte: Ein großes Drama mit tiefen, tragischen Konflikten und einem zerrissenen Protagonisten, oder eine etwas trashige Hommage an alte britische Horrorfilme (komplett mit dem Sumpfloch im Wald, indem einer der Jäger versinkt... ). Es wirkte insgesamt so, als wäre der Film später nochmal neu und unter Zeitdruck zusammengeschnitten worden, und das fand ich wirklich extrem schade.

Und was mich wirklich gestört hat: Der Werwolf selbst ist zum Glück nicht komplett computeranimiert, sondern da wurde, glaube ich, viel mit klassischen Masken gemacht. Aber warum müssen dann sowohl der Tanzbär als auch der Hirsch, die im Verlauf der Story auftauchen, computeranimiert sein? Mich hat das komplett aus dem Film rausgerissen. Das man einen Drachen oder einen Riesenkraken animiert kann ich verstehen. Das stört ja auch nicht, weil ich eben nicht sagen kann, wie ein echter Drache aussieht. Aber bei einem Bären weiss ich das! Und es wirkt meiner Meinung nach schon billig und lieblos, wenn dann mitten in der schönen, stimmungsvollen Kulisse so ein Animier-Bär rumsteht. Grrr!

Und wo wir schon bei genervt sein sind: Ich finde es schon dreist, wenn ich den vollen Eintritt bezahle, aber die Bässe aus dem benachbarten Club so laut durchs Kino dröhnen, dass ich bei uns zu hause schon mit den Nachbarn gesprochen hätte.

Naja, bereut habe ich es nicht, ins Kino gegangen zu sein, aber wenn jemand in nächster Zeit nur in einen Film gehen möchte, würde ich ihm oder ihr eher zu Sherlock Holmes als zu Wolfman raten.